Initiative zur Aufhebung der Wikipedia-Sperre in der Türkei

Wikimedia Foundation wendet sich an Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, um Wikipedia-Sperre in der Türkei aufzuheben

Wir sind davon überzeugt, dass der freie Zugang zu Wissen und die Meinungsfreiheit grundlegende Menschenrechte sind. Wir glauben, dass Menschen, die gut informiert sind, bessere Entscheidungen treffen können. Der freie Zugang zu Informationen schafft wirtschaftliche Chancen und befähigt Menschen dazu sich nachhaltige Existenzgrundlagen aufzubauen. Wissen macht unsere Gesellschaften informierter, vernetzter und gerechter.

Während der letzten zwei Jahre erlebten wir, wie Regierungen, darunter jene in der Türkei und zuletzt in China, die Wikipedia zensurieren und damit Millionen Menschen weltweit diese Rechte vorenthalten.

Heute wendet sich die Wikimedia Foundation an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, einen internationalen Gerichtshof, der Fälle von Menschenrechtsverletzungen innerhalb des Europarats anhört, und ersucht darum, die mehr als zweijährige Sperre der Wikipedia in der Türkei aufzuheben. Dieser Schritt ist Teil eines ständigen Einsatzes für Wissen und Meinungsfreiheit als Grundrechte eines jeden Menschen.

Der Entschluss dazu ist nicht leichtfertig gefällt worden. Er ist die Konsequenz aus kontinuierlichen und erschöpfenden Bemühungen, die Sperre auf anderen Wegen zu beenden: durch Rechtsmittel vor türkischen Gerichten, durch Gespräche mit den türkischen Behörden und durch Kampagnen, die auf die Sperre und ihre Auswirkungen auf die Türkei und den Rest der Welt aufmerksam machen sollten.

Trotz all dieser Bemühungen ist die Wikipedia bis heute in der Türkei gesperrt, nachdem bereits mehr als zwei Jahre ins Land gegangen sind.

Weitere Information finden Sie auf der Webseite der Wikimedia Foundation.

Wikipedia-Treffen zum 300-Jahr-Jubiläum

Über das Pfingstwochenende vom 7. bis 10. Juni 2019 führt das Wiki-Alpenforum in Liechtenstein anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums eine Veranstaltung durch. Im Wiki-Alpenforum (WAF) haben sich freiwillige Wikipedia-Autoren aus mehreren Alpenländern zusammengefunden, um gemeinsam alpenbezogene Themen zu bearbeiten.

Das WikiAlpenforum-Treffen in Schaan dient dazu, den Wikipedia-Artikel «Liechtenstein» und weitere liechtensteinbezogene Artikel auszubauen, zu bebildern und mit Audio-Aufnahmen zu ergänzen. Dazu finden während vier Tagen Besichtigungen mit fachkundigen Führungen und Fotoexkursionen statt. Das Programm und die Ausschreibung der Veranstaltung sind in Wikipedia unter «Wikipedia:300 Jahre FL» zu finden.

Der Wikipedia-Artikel «Wikipedia:Salzburger Orgellandschaft» führt Sie zur Dokumentation unserer letzten Veranstaltung, wo wir von den Salzburger Nachrichten unterstützt und über die u. a in einer Fernsehsendung von ORF Salzburg sowie von Radio Salzburg ausführlich berichtet wurde.

Die Veranstalter laden liechtensteinische sowie im angrenzenden Vorarlberg, Sarganserland, Werdenberg und Rheintal tätige Zeitungen, Radio-und Fernsehstationen ein, über den Anlass und das WikiAlpenforum zu berichten. Besuchen Sie uns bei unseren Schreibarbeiten in der Jugendherberge Schaan oder begleiten Sie uns auf den Besichtigungen und Exkursionen.

Weitere Information zur Teilnahme können gerne bei Patrick Kenel (aka Pakeha) oder Felix German (aka Plutowiki) eingeholt werden.

Parldigi Event zur Digitalen Nachhaltigkeit

Am 20. März lud Parldigi, die Parlamentarische Gruppe für Digitale Nachhaltigkeit geführt von Nationalrätin Edith Graf-Litscher, zu einer Diskussion und Abendessen ein. Über 70 Experten aus der IT-Branche, Wirtschaft und Politik nahmen am Anlass im Berner Kornhauscafé teil.

Unter anderem präsentierte Prof. Dr. Fabrizio Gilardi des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Zürich und Mitgründer des Digital Democracy Lab eine Analyse der digitalen Politik-Präsenz in der Schweiz. Weiter informierte Dr. Lisa-Christina Winter, Senior User Researcher bei TestingTime AG, über die neusten Entwicklungen und Möglichkeiten auf dem Gebiet des Online-Micro-Targetings; seit dem Skandal um das Forschungsinstitut Cambridge Analytica und deren Aktivitäten im US-Wahlkampf ein besonders brennendes Thema.

Abgeschlossen wurde der Abend mit einer interessanten Podiumsdiskussion mit den beiden Gastrednern, dazu Nicolas Zahn der Arbeitsgruppe Digitalisierung bei «Operation Libero»  und Adrienne  Fichter des Online-Magazins «Republik», geführt von Dr. Matthias Stürmer von Parldigi. Die grosse Teilnehmerzahl zeigt das wachsende Interesse an digitaler Nachhaltigkeit und Open-Source Projekten im Bereich Wirtschaft und Politik.

Wikimedia CH ist seit 2018 offizieller Partner und Träger von Parldigi und wird die Zusammenarbeit wird auch dieses Jahr weiterführen.

Video: Artikel 13 des EU-Urheberrechts erläutert

Hier ist ein kurzes Video von der Wikimedia Foundation, das die Auswirkungen von Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechtsgesetzes erklärt.

 

#Article13 will harm the internet.

Do you know about Article 13? It's a proposed EU copyright rule that forces platforms to police all uploads just to be safe. You can help stop this from becoming reality. Find out how at http://fixcopyright.wikimedia.org

Gepostet von Wikipedia am Mittwoch, 20. März 2019

Demonstration in Zürich gegen Europäisches Urheberrecht

Am 23. März 2019 ruft die Piratenpartei Schweiz zusammen mit unzähligen Partnern der savetheinternet.info-Kampagne zu internationalen Demonstrationen auf. Auch in der Schweiz wird an einer Demo in Zürich, am Samstag 13.30h. Wikimedia CH unterstützt die Aktion und lädt die Community ein, an diesem Event teilzunehmen.

Im Europäischen Parlament sind die Verhandlungen zur «Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt» praktisch abgeschlossen. Dieses Urheberrecht wird das Internet, so wie wir es kennen, massiv verändern. Fast 5 Millionen Bürger haben deshalb eine Petition gegen diese Richtlinie unterschrieben und Ende März folgt die finale Abstimmung im EU Parlament.

In der Schweiz hat unterdessen der Ständerat am 12.03.2019 seinen Entscheid über die anstehende Revision des Urheberrechts vertagt und will zuerst die Rechtsentwicklung der EU abwarten. Grund dafür ist eine umstrittene Ergänzung der vorberatenden Kommission: Die Betreiber von Internet-Plattformen wie Google oder Facebook sollen künftig den Medienverlagen eine Vergütung zahlen, wenn sie deren Textpassagen publizieren und dadurch über Werbevermarktung Geld verdienen.

Wikipedia Blackout gegen Artikel 13

Am 23. und 28. März wird das Europäische Parlament über das neue Urheberrechtsgesetz abstimmen, und die internationale Welle der Proteste gegen das Projekt wächst. Insbesondere Artikel 11 und 13 werden kritisiert, da diese die Nutzung des Internets, wie wir sie kennen, in Frage stellen könnte. Die Autoren der deutschen Wikipedia werden sich gegen die Reform wehren, indem sie am 21. März ein totales Blackout der deutschsprachigen Enzyklopädie organisieren.

Mit Artikel 13 werden Internet-Hosting-Provider und Content-Plattformen zukünftig dafür verantwortlich gemacht, dass keine urheberrechtlich geschützten Werke ohne Bewilligung veröffentlicht werden. Dies wird sie dazu zwingen, Upload-Filter einzurichten, die ihrer Natur nach teuer und fehleranfällig sind. Die Veröffentlichung kreativer Inhalte wird stark eingeschränkt, da selbst kleinste Details eines Fotos oder Videos, z.B. auf einem Poster im Hintergrund, gegen das Urheberrecht verstossen können. Diese Einschränkungen würden die Meinungsfreiheit ernsthaft einschränken und Satire- und Parodievideos, Gameplays oder Testberichte, sowie die Veröffentlichung von Memes sehr schwierig bis unmöglich machen.

Artikel 11 würde eine „Link-Steuer“ einführen, bei der die Wiedergabe von mehr als „einzelnen Wörtern oder sehr kurzen Auszügen“ von Nachrichten, lizenz- und gebührenpflichtig wird. Auch für Dienstleistungen von Einzelpersonen, kleinen Unternehmen oder Non-Profit-Organisationen werden keine Ausnahmen gemacht, die zu einer weiteren Konzentration auf wenige grosse Medienverlage führen könnten.

Um gegen diese kontroversen Punkte zu protestieren, fordern die Wikipedia-Autoren zu politischem Widerstand gegen die umstrittene Reform des Urheberrechts auf: Am 21. März wird die deutschsprachige Ausgabe von Wikipedia den ganzen Tag komplett abgeschaltet.

Wikimedia CH unterstützt aktiv die Schweizer Initiative „Allianz faires Urheberrecht“ für ein gerechtes Urheberrecht. Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Webseite zu besuchen und die Kampagne zu unterstützen: www.Faires-Urheberrecht.ch.

WikiCon 2018 – Willkommen in der Schweiz

Vom 5. bis 7. Oktober findet die WikiCon 2018 erstmals in der Schweiz in St. Gallen an der Kantonsschule am Burggraben statt.

Möchten Sie Ihre Erfahrungen mit anderen teilen und interessieren Sie sich für den Bereich des freien Wissens?

Ob Sie sich in Wikipedia oder in einem der vielen Schwesterprojekte betätigen oder einfach nur, um mehr über Wikipedia zu erfahren – WikiCon ist der richtige Ort für Sie. Es ist das Treffen der aktiven Mitglieder der deutschen Wikipedia, ihrer Schwesterprojekte und aller am freien Wissen Interessierten. WikiCon bietet Zeit und Raum für Workshops, Konferenzen und Roundtables, vor allem aber für Austausch und Diskussion.

Wir freuen uns darauf, Sie und alle anderen Liebhaber in der Ostschweiz willkommen zu heissen! Zur Registrierung oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an info@wikicon.org.

Hier geht es direkt zur Projektseite WikiCon 2018.

Katherine Maher an der DINAcon in Bern

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Katherine Maher, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, am 19. Oktober als Hauptrednerin an der diesjährigen DINAcon in Bern teilnehmen wird.

Katherine ist eine langjährige Verfechterin freier und offener Gesellschaften und Expertin in der Nutzung von Technologie für soziale Auswirkungen. Sie wurde im Juli 2016 zum Executive Director ernannt, nachdem sie zuerst als Chief Communications Officer der Organisation tätig war. Sie hat auf verschiedenen Kontinenten gelebt und gearbeitet, und die Einführung von Technologie und Innovation in den Bereichen Menschenrechte, gute Regierungsführung und internationale Entwicklung vorangetrieben. Sie war Gründungsmitglied des UNICEF-Innovationsteams, wo sie an der Einführung von Open-Source-Innovationen für Gesundheit und Kinderwohlfahrt mitwirkte.

Neben Katherine Maher nehmen zwei weitere erfahrene Wikimedia-Sprecher teil: Catrin Vimercati wird ihre Erfahrungen von Wikipedia und Wikidata in Schulen teilen und Diego Hättenschwiler wird Expertenwissen über die Bearbeitung von Wikipedia-Seiten vermitteln.

Für weitere Informationen und eine Liste des gesamten Programms besuchen Sie bitte Dinacon.ch.

 

 

 

Wikidata-Enthusiasten in Zürich

Aufruf an alle Wikidata-Enthusiasten in Zürich!

Wir möchten uns treffen und Ideen rund um Wikidata diskutieren. Wir laden Wikidata-Redakteure, (Linked) Open Data Hacker, Datenwissenschaftler und Datenanbieter zu einem After-Work-Meeting in Zürich ein. Sind Sie neu bei Wikidata, aber interessiert und bereit, einen Beitrag zu leisten? Sie sind herzlich willkommen bei uns reinzuschauen!

Es wird ein Raum sein, in dem man in einer informellen und freundlichen Atmosphäre nach neuen Ideen fragen, berichten, Ideen sammeln und sogar mit Code experimentieren kann. Wenn Sie einen Blitzvortrag halten oder ein Thema vorschlagen möchten, das Sie gerne mit anderen diskutieren möchten, haben Sie die Möglichkeit dazu.

Dieses Projekt wird von Cristina Sarasua (Universität Zürich, Mitglied von Wikimedia Schweiz) mit Unterstützung von Wikimedia Schweiz und insbesondere von Ilario Valdelli (Mitarbeiter von Wikimedia Schweiz) organisiert.

Mehr Informationen zu aktuellen Anlässen und Kontaktpersonen gibt es auf Wikidata Zurich Meetup.

Die Schweiz und ihr Kulturerbe

Das Bewusstsein für unsere Gesellschaft und unsere Zugehörigkeit basiert auf einem gemeinsamen kulturellen Erbe. Seit unserer Kindheit haben wir dieses Erbe bewusst und unbewusst zurückgenommen: durch unsere Umwelt, unsere Traditionen, unsere Kunst, unsere Gebäude, unsere Landschaften, unser Essen und unser Handwerk.

Diese Vielseitigkeit unserer diversen Sprachen und Kulturen ist eine wahre Chance unsere Gesellschaft zu bereichern und die Grenzen zwischen den verschiedenen Bereichen des kulturellen Erbes sind fliessend.

Unser kulturelles Erbe prägt nicht nur die Identität des Einzelnen, es ist auch ein wichtiger Anker für unsere Zusammenleben. Es formt und umgibt uns oft, ohne dass wir es bemerken, und scheint auf eine offensichtliche Weise präsent zu sein. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, den Wert und die Bedeutung des kulturellen Erbes für die heutige Gemeinschaft anzuerkennen, zu benennen und zu vermitteln. Die Gesellschaft hat auch die ständige Verpflichtung, einen Weg zu finden, wie man mit dem kulturellen Erbe umgehen kann, das Raum für zukünftige Generationen lässt.

Wikimedia Schweiz ist offizieller Partner von Kulturerbe 2018.

Für weitere Informationen zum Projekt können Sie direkt die Seite Kulturerbe2018.ch besuchen.